„Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf der Gesundheit“

_Arthur Schopenhauer

Mykose

Wenn Sie die Vermutung haben, an einem Haut- oder Nagelpilz zu leiden, sollten sie dies immer durch einen Hautarzt abklären lassen. Wir raten davon ab, eine vermeintliche Pilzerkrankung auf eigene Faust ohne gesicherte Diagnose zu behandeln. Die in der Werbung oftmals versprochene schnelle Abheilung ist alleine nur in den seltensten Fällen zu erreichen.

Ein Hautarzt wird in der Regel eine Kultur anlegen, um den Pilz zu bestimmen und die für Sie richtige Therapie einleiten.

Befallen werden am Fuß hauptsächlich die Zehenzwischenräume, sowie die Fußsohlen und die Nägel.

Begünstigende Faktoren für Haut- oder Nagelpilz

Faktoren die einen Haut- oder Nagelpilz begünstigen können sind:

  • Verletzungen der Haut / Nägel wie z.B.
    • Hautrisse, Wunden
    • Länger zurückliegende Verletzungen bei denen der Nagel oder das Nagelbett geschädigt wurden.
  • Feuchte, aufgeweichte Haut durch:
    • Vermehrte Schweißbildung
    • Luftundurchlässige Kleidung (Schuhe, Strümpfe)
    • Immunschwäche, andere Grunderkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Medikamente, wie z.B. Antibiotika
  • kortisonhaltige Medikamente
  • Chemotherapeutika

Symptome eines Haut- oder Nagelpilzes

Symptome für das Vorliegen eines Haut- oder Nagelpilzes können sein:

  • An der Fußhaut: trockene, schuppige Haut, teilweise auch nur an einem Fuß. Rötung und Bildung von Rissen. Oft nur bedingt mit Juckreiz verbunden.
  • Zwischen den Zehen: Feuchte, aufgeweichte, oft stark gerötete und juckende Zehenzwischenräume.
  • An den Nägeln: Verfärbung, Verdickung, „Straßenbildung“ die vom oberen Nagelrand nach unten zur Nagelwurzel läuft.

Beachten Sie bitte, dass Diabetiker unter Umständen aufgrund einer vorliegenden Neuropathie keinen Juckreiz verspüren!

Tipp!

Sollten Sie einen vorhandenen Nagelpilz mit einem Pilzlack aus der Apotheke behandeln, achten Sie bitte darauf, den Pinsel vor jedem erneuten Eintauchen in den Lack mit einem Alkoholtupfer zu reinigen. Ansonsten erfolgt ein Einbringen des Pilzes in den Lack, wodurch mit der Zeit der Wirkstoff aufgebraucht wird und der Lack seine Wirkung verliert.

Vorbeugung gegen Haut- oder Nagelpilz

Dies können Sie zur Vorbeugung tun:

  • Kontrollieren Sie Ihre Füße regelmäßig, auch zwischen den Zehen
  • Waschen Sie Ihre Füße täglich mit milder Seife.
  • Trocknen Sie nach dem Waschen Ihre Füße gut ab. Achten Sie dabei besonders auf die Zehenzwischenräume.
  • Wechseln Sie täglich die Schuhe und lassen Sie getragene Schuhe vor dem nächsten Tragen 24 Std. trocknen.
  • Tragen Sie Strümpfe aus atmungsaktiven Materialien.
  • Laufen Sie in öffentlichen Einrichtungen nach Möglichkeit nicht barfuss.

Was tun bei Fuß- oder Nagelpilz?

Dies können Sie tun wenn bereits ein Fuß- oder Nagelpilz festgestellt wurde:

  • Waschen Sie Ihre Füße täglich mit milder Seife
  • Trocknen Sie nach dem Waschen Ihre Füße gut ab. Achten Sie dabei besonders auf die Zehenzwischenräume.
  • Benutzen Sie ein separates Handtuch nur für die Füße und wechseln Sie dieses täglich.
  • Benutzen Sie eine eigene Badematte um Familienangehörige vor Übertragung zu schützen.
  • Wechseln Sie täglich Ihre Strümpfe.
  • Waschen Sie Strümpfe, Handtücher und Badematten bei 95°C. Ist dies nicht möglich, verwenden Sie bei niedrigeren Temperaturen einen Hygienespüler.
  • Lassen Sie Ihre Schuhe nach dem Tragen gut trocknen.
  • Sprühen Sie Ihre Schuhe regelmäßig mit einem Desinfektionsmittel aus, welches auch Pilze abtötet (Fungizid).
  • Laufen Sie in öffentlichen Einrichtungen nicht barfuß, um andere zu schützen.

 

Bei weiteren Fragen steht Ihnen Ihr Podologe, Hautarzt und / oder Hausarzt gerne zur Verfügung.

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